Eine gute Klimatechnik passt sich den Notwendigkeiten des Gebäudes an und erfüllt die Bedürfnisse des Nutzers. Dabei müssen neben meist sehr anspruchsvollen geometrischen Aufgaben oft auch die höchsten Anforderungen an Klimastabilität und Akustik erfüllt werden. Am Ende muss aber jede Lösung auch optisch einwandfrei verpackt sein, sodass das gestalterische Gesamtbild nicht gestört wird.
Die Klimatechnik wird grundsätzlich in Komfortklimaanlagen und Industrie- bzw. Gewerbeklimaanlagen unterschieden. Bei der klassischen Klimatechnik handelt es sich nur um stationäre Klimaanlagen innerhalb von Gebäuden. Das bedeutet Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen sind hier genauso wenig eingeschlossen wie transportable Geräte. Bei dem großen Spektrum an Industrie- bzw. Gewerbeklimaanlagen findet die Lüftung aus technischen Gründen statt und nicht um ausschließlich eine Komfortverbesserung zu erreichen.
Hierzu zählen ganz unterschiedliche Anlagen bzw. Anforderungen wie z. B.:
Diese Anlagen sind so unterschiedlich wie die Aufgabenstellungen. Es können Anlagen mit bestimmten Luftwechselzahlen, Temperaturen, Luftfeuchten oder sehr hohen Reinheitsklassen sein. Hier können zusätzlich noch Randbedingungen hinsichtlich Akustik, Brandschutz, Explosionsschutz oder sehr hohe hygienische Anforderungen notwendig werden. Meist sind auch bestimmte Luftführungen oder Regelstrategien notwendig und abhängig vom Gebäudetyp muss das auch optisch ansprechend gelöst werden.
Komfortklimaanlagen werden dagegen ausschließlich in Wohngebäuden eingesetzt und dienen im Wortsinn dem Komfort innerhalb der Wohnung bzw. des Gebäudes. Diese Anlagen werden immer wichtiger, da durch zunehmend dichte Gebäudehüllen der Luftaustausch sichergestellt werden muss. Hier steht im Fokus der Luftaustausch durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung um eine Fensterlüftung zu vermeiden. Der Grund kann ein energetisch optimiertes Gebäude sein, oder es besteht zeitlich nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit zu lüften. Die energetisch schlechteste Art der Lüftung ist in jedem Fall ein dauerhaft gekipptes Fenster.
In der Klimatechnik sind Effizienz und Energieverbrauch entscheidend, um Betriebskosten zu senken und die Umwelt zu schonen. Eine gute Klimaanlage sollte leise arbeiten, um den Komfort nicht zu beeinträchtigen. Die Raumgröße muss bei der Auswahl berücksichtigt werden, damit die Leistung der Anlage ausreicht. Auch die Luftqualität spielt eine Rolle: Filter gegen Staub, Pollen und andere Schadstoffe sind wichtig. Zudem sollte die Wartung einfach und der Kundenservice zuverlässig sein. Schließlich ist auch die Umweltfreundlichkeit ein bedeutender Faktor, insbesondere hinsichtlich der verwendeten Kältemittel und der Nachhaltigkeit des Systems.
Klimatechnik umfasst technische Systeme, die für die Regulierung des Raumklimas in Innenräumen zuständig sind um die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität in bestimmten Grenzen zu halten. Der häufigste Anwendungsfall sind nicht Wohngebäude, sondern Funktionsgebäude wie Krankenhäuser, Industriegebäude aber auch Versammlungsräume oder Museen.
Die meisten Menschen verbinden die Lüftungsanlage im Auto mit dem Begriff Klimaanlage wenn diese auch Kühlen kann. Streng genommen ist sie das auch wenn sie „nur“ heizen kann, was praktisch immer der Fall ist. Daher kommt die Assoziation, dass Klimaanlagen laut sind und ordentlich pusten. Bei stationären Klimaanlagen ist meist das Gegenteil der Fall.
Viel Menschen befürchten, dass sie durch Klimaanlagen krank werden, wenn Keime ungewollt transportiert werden. Klimaanalgen nach heutigem Stand haben sehr hohe Hygieneanforderungen, sodass sie den Vergleich mit der Fensterlüftung nicht scheuen müssen. Gerade in OP-Räumen von Krankenhäusern würden viele Menschen mit befremden reagieren, wenn dort eine Fensterlüftung vorhanden wäre.
Unter einer Klimaanlage verstehen die meisten Menschen das Gesamtsystem, aus wie vielen Bauteilen das System im Einzelnen auch immer besteht. In der Fachterminologie kann das auch das zentrale Bauteil der Anlage sein. Die Klimaanlagentechnik umfasst alle Technologien und Systeme die bei dem Aufbau der Gesamtsysteme verwendet werden. Vom Luftauslass über die Rohrleitungen bis hin zur Zentralen Luftaufbereitung oder Kältemaschine.
Im Raum werden die verschiedensten Schadstoffe freigesetzt, zum einen durch die Räume selbst durch die verwendeten Baumaterialien und das Mobiliar/Einrichtung im weiten Sinne. Andererseits auch durch die Nutzung des Raums durch Menschen (CO2-Emissionen) sowie durch Prozesse von Arbeitsabläufen in der Industrie o.ä.. Dies führt im besten Fall nur zu schlechter Luftqualität, kann aber bei Industrieprozessen oder im Krankenhaus ebenso auch gesundheitsgefährdend werden. Eine ausreichende Luftzirkulation transportiert diese Schadstoffe nach außen und sorgt damit für das Wohlbefinden der Menschen. In fast allen Wohngebäuden gibt es keine Klimaanlagen. Hier ist letztendlich ein ausreichender Luftaustausch durch das Fenster notwendig um “schlechte“ Luft oder auch Schimmelbildung zu vermeiden.
Im Denkmalschutz gibt es keine Standardlösungen und auch keine allgemeingültige Antworten. In den meisten Fällen können Klimaanlagen eingebaut werden, allerdings ist eine sorgfältige Abstimmung zur Intention des Nutzers und dem Landesamt für Denkmalpflege notwendig. Im Denkmalschutz können folgende Aspekte eine Rolle spielen
Die eine beste Lösung gibt es nicht. Jedes Gebäude verlangt eine passende Anlage hinsichtlich Zweck und Bausubstanz. Dies trifft für bestehende Gebäude und speziell für den Denkmalschutz im besonderen Maße zu.
Im Krankenhaus steht die Reduzierung der Keimbelastung im Vordergrund. Die moderne Medizin speziell im OP-Bereich ist ohne eine entsprechende Klimatechnik mit extrem hochwertigen Filtern zur Erreichung von einem Reinraum nicht vorstellbar. Aber selbstverständlich ist die Klimatechnik auch in anderen Stationen von hoher Bedeutung. Im Museum bedeutet eine Klimaanlage einen wichtigen Beitrag zur vorbeugenden Konservierung von Kunstobjekten. Jedes organisches Objekt (z.B. die Leinwand von Bildern) arbeitet bei einer Veränderung der Luftfeuchte. Dadurch entstehen in dem Material Spannungen die zu feinen Rissen führen können, was beim Betrachten von alten Gemälden oft erkennbar ist. Durch eine Regulierung der Luftfeuchte und Temperatur in engen Grenzen kann das wirksam verhindert werden. Im Theater / Kino versammeln sich viele Personen auf einem relativ kleinen Raum. Dazu kommen oft noch erhebliche Wärmeeinträge aus der Theatertechnik. Ohne den notwendigen Luftaustausch sowie die damit verbundene Kühlung und Heizung wäre eine Vorstellung bei großen Theatern nicht denkbar.
Jede zeitgemäße Klimaanlage hat eine Wärmerückgewinnung. Das bedeutet die verbrauchte Luft (Abluft) wird über einen Wärmetauscher geführt. Im Gegenzug wird die frische Luft (Zuluft) ebenfalls über den Wärmetauscher geführt. Damit kann die Wärme von der Abluft mit minimalen Aufwand auf die Zuluft übertragen werden, natürlich ohne dass die beiden Luftströme miteinander vermischt werden. Dagegen strömt bei einer natürlichen Lüftung (Fenster) die warme Luft ins Freie und die kalte Luft muss von der Heizung erwärmt werden.